Ein Gast bucht ein Zimmer über Booking.com. Sie begrüßen ihn, übernachten ihn, frühstücken ihn, verabschieden ihn. 15 bis 22 Prozent des Zimmerpreises überweisen Sie danach an eine Plattform, die nichts davon getan hat.

Was Booking.com Provision an Ihrem Hotel wirklich kostet und welche drei Maßnahmen österreichische Betriebe einsetzen, um mehr Direktbuchungen zu erhalten, erklärt dieser Artikel.

Was Booking.com pro Buchung nimmt

Die Standard-Provision liegt bei 15 Prozent. Wer am Genius-Programm teilnimmt (Rabatt von 10 Prozent auf den Zimmerpreis) und gleichzeitig im Preferred Partner Program ist (weitere 3 Prozent Provision), landet schnell bei effektiven Vertriebskosten von 22 bis 28 Prozent pro Buchung.

Konkret: Ein Zimmer für 120 Euro, zwei Nächte, 240 Euro Buchungswert. Bei 15 Prozent Provision: 36 Euro an Booking.com. Mit Genius und Preferred: bis zu 67 Euro pro Buchung.

400 österreichische Hotelbetriebe haben laut einem Bericht von Salzburg24 eine Sammelklage eingereicht, weil die Plattform ihre Marktmacht für überhöhte Provisionen missbraucht habe.

Was das im Jahr bedeutet

Ein kleines Stadthotel mit 20 Zimmern, 70 Prozent Auslastung, durchschnittlicher Buchungswert 180 Euro: Bei 40 Prozent OTA-Anteil entstehen jährliche Provisionskosten von rund 14.000 Euro. Bei einem Saisonbetrieb mit 50 Prozent OTA-Anteil sind es schnell 25.000 bis 40.000 Euro.

Diese Summe ist keine feste Ausgabe. Ein erheblicher Teil davon ist rückholbar.

Hotel-Empfang: Booking.com Provision senken durch mehr Direktbuchungen
Der direkte Kontakt mit dem Gast ist der Wert, den die Plattform nicht schafft.

Drei Wege zu mehr Direktbuchungen

Hotels in Salzburg: mehr Direktbuchungen, weniger Provision

Die Agentur Dreirad unterstützt Hotelbetriebe dabei, die eigene digitale Sichtbarkeit zu stärken und unabhängiger von Buchungsportalen zu werden.

Jetzt kostenlos anfragen →

Erstens lohnt sich eine eigene Buchungsmaschine. Systeme wie Beds24 (ab 10 Euro/Monat) oder Lodgify (ab 17 Euro/Monat) ermöglichen direkte Online-Buchungen ohne Provision. Wer mehr als 15 OTA-Buchungen pro Monat erhält, amortisiert das System in ein bis drei Monaten.

Zweitens helfen Direktbuchungsvorteile. Seit der Abschaffung der strikten Preisparität dürfen Hotels auf der eigenen Website günstigere Preise, kostenloses Frühstück oder flexiblere Stornierung anbieten.

Drittens zählt digitale Sichtbarkeit. Wer mit einem überzeugenden Imagefilm, einem virtuellen Hotelrundgang und guter Suchmaschinenoptimierung präsent ist, gewinnt Erstgäste auch ohne Buchungsplattform.

OTA komplett abschalten?

Nein. Booking.com bringt Gäste, die Sie sonst nie gefunden hätten. Branchenexperten schätzen, dass 40 bis 60 Prozent der OTA-Buchungen langfristig auf Direktbuchungen umstellbar sind, wenn Infrastruktur und Anreize stimmen.

Fazit

Booking.com ist ein Vertriebskanal, kein Partner. Wer die effektiven Kosten kennt und gleichzeitig in die eigene Infrastruktur investiert, sichert sich über die Jahre ein Stück Unabhängigkeit.

Bereit für mehr Direktbuchungen?

Die Agentur Dreirad in Salzburg unterstützt Hotels beim Aufbau einer eigenen Buchungsstrategie: Imagefilm, SEO, GEO und digitale Präsenz aus einer Hand.

Jetzt kostenlos anfragen →

Häufig gestellte Fragen zur Booking.com Provision

Wie hoch ist die Booking.com Provision?
Die Standard-Provision liegt bei 15 Prozent. Mit Genius-Programm und Preferred Partner Status entstehen effektive Kosten von 22 bis 28 Prozent pro Buchung.
Lohnt sich eine eigene Buchungsmaschine für ein kleines Hotel?
Ja. Systeme wie Beds24 (ab 10 Euro/Monat) amortisieren sich bei mehr als 15 OTA-Buchungen pro Monat in ein bis drei Monaten.
Darf ich auf der eigenen Website günstigere Preise anbieten?
Seit der Abschaffung der strikten Preisparität können Hotels auf der eigenen Website attraktivere Konditionen anbieten.
Soll ich Booking.com komplett verlassen?
Nein. Das Ziel ist ein besseres Verhältnis: Erstgäste über OTA gewinnen, Folgegäste direkt binden.
Was kostet Booking.com ein Hotel pro Jahr?
Bei einem Stadthotel mit 20 Zimmern und 40 Prozent OTA-Anteil entstehen rund 14.000 Euro Provisionskosten jährlich.
Wie bekomme ich mehr Direktbuchungen?
Eigene Buchungsmaschine einrichten, Direktbuchungsvorteile kommunizieren und digitale Sichtbarkeit stärken.